Am 20. November 2025 haben wir die zweite Brutinsel für Fluss-Seeschwalben gebaut. Wir durften dazu freundlicherweise das Gelände des SkL nutzen, wofür wir uns sehr bei Timo Ansbach und dem ganzen Verein bedanken. Der Bau ging viel schneller vonstatten, als wir zunächst erwartet hatten, denn in unserem Angebot war nicht nur der Bausatz der Brutinsel sondern auch deren Montage enthalten. So mussten wir nicht mit den Familien der Forschungswerkstatt einen Teil des Winters mit dem Aufbau verbringen, sondern wir konnten einfach zuschauen und genießen! Denn das war ein großer Tag für uns – nach mehreren Jahren Einsatz die zweite Brutinsel realisieren zu können.
Dass das in dieser Art und Weise geschehen konnte, ist der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg zu verdanken, die unserem Förderantrag für das Projekt, den wir in den Sommerferien gestellt hatten, zugestimmt hat. Das hat die Mittel freigesetzt, diesmal eine professionelle Brutinsel zu verwenden, statt unserer selber konstruierten, die nach drei Jahren doch etwas überarbeitet werden muss. Auch die ältere Brutinsel soll in diesem Winter verbessert werden, damit im März, wenn die Seeschwalben aus den Überwinterungsgebieten zurückkommen, sogar eine Auswahl an Nistmöglichkeiten für sie besteht und wir die beiden sehr unterschiedlichen Biotope Baggersee und Rheinauen hinsichtlich des Erfolges vergleichen können.
Aber zurück zum Bau der zweiten Brutinsel: Der Transport der Firma Duwe & Partner aus Waldeck war auf der Autobahn gut durchgekommen, sodass bereits kurz nach 10 mit dem Projekt begonnen werden konnte. Der Laster war mit 2 schon bereits vormontierten Hälften der Brutinsel beladen, die dann schnell miteinander verbunden waren. Anschließend wurde die Brutinsel am Steg angelegt und die Umrandung für die Kiesschüttung aufgebracht. Noch schnell ein paar Leisten ran, damit der Kies auch bei hohem Wellengang nicht verrutschen kann und die Halterungen für die späteren, diagonal angebrachten Anker befestigt, schon war die Insel bereit für die Kiesschüttung. Herr Roth und Frau Nahar von der Gärtnerei Westenfelder (Galabau Westenfelder) standen schon bereit und konnten die beiden am Vortag gelieferten BigBags Kies ohne Probleme auf die Insel aufbringen. Denn das Gelände der Segelkameradschaft eignete sich mehr als gut für den Aufbau, was besonders die Monteure der Firma Duwe & Partner sehr freute. Nach der Kiesschüttung wurde die Brutinsel noch mit Kükendraht umgeben, damit die Küken der Seeschwalben nicht ins Wasser fallen können. Denn diesmal erwarten wir schnellen Erfolg: Die Firma Duwe baut im Jahr sehr viele Brutinseln, von denen nur eine einzige bisher nicht angenommen wurde!
Wir haben uns entschieden, die zweite Brutinsel nicht öffentlich einzuweihen, sondern erst ein Fest zu feiern, wenn sie erfolgreich ist, zum „Kükenfest“ wollen wir dann einladen. Wenn Sie bei der Instandsetzung der ersten Brutinsel helfen möchten (gerne auch mit Kindern zusammen) oder Informationen zu unseren Naturschutzprojekten haben möchten, dann melden Sie sich über unsere Internetseite unter www.leobande.de. Wir können jede Unterstützung sehr gut gebrauchen.
Vielen Dank allen Beteiligten der Stiftung Naturschutzfonds und des Regierungspräsidiums, an Timo Ansbach und den SKL, an Marco Senftleben und den Anglerverein für die Unterstützung des Projektes, an die Firma Duwe für die erstklassige Zusammenarbeit, an die Gärtnerei Westenfelder für deren Unterstützung und an Ralf Schreck für die fotografische Begleitung des Aufbaus. Sein Zeitraffer-Film über den Aufbau ist ebenfalls auf unserer Internetseite zu sehen.




