Die Kinder der Leobande-Forschungswerkstatt haben ein neues Projekt begonnen. Sie wollen helfen, Nachweise für das Vorkommen von Wildkatzen zu sammeln. Ralf Schreck und Tatjana Treiber, die beide am Wildkatzen-Monitoring des BUND beteiligt sind, haben zusammen mit den Kindern einen Lockstock für Wildkatzen im Leopoldshafener Wald installiert. Das war am vergangenen Freitagnachmittag und natürlich sehr interessant.
Der Lockstock wird in der Nähe eines Wildwechsels in einem ruhigen Wald positioniert und an den Rändern mit einem Messer eingekerbt. Dann wird er abgeflammt und mit Baldrian besprüht. Die Wildkatzen (und auch viele andere größere Wald-Tiere) werden von dem Geruch angelockt, schnuppern an dem Lockstock und reiben sich im günstigsten Fall daran, wobei in den Kerben kleine Haarbüschel hängen bleiben. Diese Haarbüschel können im Labor genetisch untersucht werden. Dabei kann nicht nur nachgewiesen werden, ob die Haare tatsächlich von einer Wildkatze stammen, sondern sogar ihre familiäre Herkunft lässt sich so bestimmen. Dem Lockstock gegenüber haben wir eine Kamera installiert, die auf Bewegung reagiert.
Ein sehr interessantes Projekt und die 6 Kinder zwischen 8 und 13 Jahren waren mit großem Eifer bei der Sache. Auf unserem Weg zu der Lockstock-Stelle haben wir auch viele andere tierische Spuren gefunden. Bei unserem nächsten Besuch dort werden wir gespannt sein, welche Tiere unsere Kamera aufgezeichnet hat.
Herzlichen Dank an Ralf Schreck für dieses tolle Angebot!
Die Termine der Forschungswerkstatt sind auf der Internetseite der Leobande unter www.LEOBANDE.de zu finden. Wer Interesse hat, kann sich einfach anmelden, so lange Plätze verfügbar sind.